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Sieben Argumente für eine (berufsbegleitende) Erzieher*innen-Ausbildung

 

Du denkst darüber nach, eine Erzieher*innen-Ausbildung zu machen, bist dir aber noch nicht ganz sicher?
Vielleicht überzeugen dich folgende Argumente?!

Was kleine Kinder in der Kita erleben, beeinflusst ihr gesamte Leben. Talente und Begabungen können bestärkt, eventuelle Defizite durch gezielte Förderung ausgeglichen werden.

Inzwischen hat sich wohl überall die Erkenntnis durchgesetzt, dass frühkindliche Betreuung = frühkindliche Bildung ist und Erzieher*innen dazu einen wahnsinnig großen Beitrag leisten. Dementsprechend steigen die gesellschaftliche Wertschätzung und Anerkennung für den Beruf.

Auch die Politik hat mittlerweile den hohen Stellenwert der Arbeit von Erzieher*innen erkannt. So wurden z. B. die Gehälter angehoben, die Personalschlüssel verbessert und die berufsbegleitende Ausbildung aufgewertet und gefördert.

 

Dass Erzieher*innen nicht nur in der Ecke sitzen und bei einem Käffchen fröhlichen Kindern beim Spielen zusehen, ist mittlerweile bekannt. Die Aufgaben sind ebenso vielseitig wie anspruchsvoll. Daher beinhaltet der Lehrplan für die Ausbildung nicht nur pädagogische Themen wie z. B. Erziehungsstile oder Gruppenpädagogik, sondern auch psychologische, soziologische, rechtliche, medizinische usw.

Es wird u. a. vermittelt und geübt, wie man angemessen mit Eltern kommuniziert und Konflikte löst. Oder wie man mit verschiedenen Zielgruppen Angebote und Projekte durchführt, z. B. in den Bereichen Kunst, Musik, Sport/Bewegung, Theater, Technik, Naturwissenschaften, Lesen, Medien, Umwelt... Darüber hinaus werden Themen behandelt wie beispielsweise kindliche Entwicklung, Eingewöhnung, Sprachförderung, Beobachtung und Dokumentation, interkulturelle Pädagogik, Integration/Inklusion u. v. m.

Als Erzieher*in kann man seine eigenen Talente, Hobbys und Interessen in die Arbeit einbringen - ob man nun gerne mit den Kindern tobt und turnt, bastelt und malt, werkelt und baut, singt und musiziert, Experimente macht, einen Garten anlegt, Ausflüge in die Natur unternimmt...  oder... oder... oder...

Als Erzieher*in hat man quasi eine Jobgarantie bis zur Rente. Der Erzieher-Mangel ist riesig und wird auch noch eine Weile anhalten.

 

Als Erzieher*in kannst du nicht nur in der frühkindlichen Betreuung arbeiten, sondern z. B. auch in der Schule, in einer Jugendfreizeiteinrichtung, im betreuten Mutter-Kind-Wohnen, in der Jugend- und Behindertenhilfe, als Einzelfall- oder Schulhelfer*in.

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, sich durch Fort- und Weiterbildung zu spezialisieren und/oder Karriere zu machen. Es gibt z. B. Qualifizierungen in den Bereichen Sprachförderung, Integration/Inklusion, Bewegungserziehung, Entspannungspädagogik, Erlebnispädagogik, Umweltpädagogik, Theaterpädagogik u. v. m. Auch die Übernahme von Leitungspositionen wie z. B. die Kita-Leitung ist eine Option für Erzieher*innen.

 

Was spricht dafür, die Ausbildung berufsbegleitend zu absolvieren?
Ein wichtiges Argument ist natürlich das Gehalt. Man ist während der gesamten Ausbildungszeit bereits in einer Einrichtung angestellt und erhält dafür ein Gehalt. Üblich sind für eine 50-%-Stelle ca. 1200 EUR brutto, bei 28 Wochenstunden sind bis zu 1700 EUR möglich.

 

Ein weiteres Argument für die berufsbegleitende Ausbildung ist, dass man bereits während der Ausbildung das Gelernte direkt in der Praxis anwenden und umgekehrt Fragen und Probleme aus der Arbeit in der Schule besprechen kann.